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Montag, 15. September 2008

Steffi, 21 Jahre

Dein Vorname: steffi
Dein Alter: 21


Frage: Was ist für dich der Tod?
Antwort: Oftmals ein Ende des Leids und der Schmerzen habe in meinem Beruf mehr als genug Leute leiden sehen und da weiß man oftmals nicht ob es besser ist, wenn sie einfach einschlafen oder weiterleben, besonders bei jungen sehr schwer erkrankten Menschen.

Frage: Wird in deinem Umfeld eher locker über den Tod geredet oder nicht?
Antwort: Ja doch schon, habe ja praktisch täglich damit zu tun im Krankenhaus ;)

Frage: Hast du nähere Erfahrungen mit dem Tod?
Antwort: Leider mehr als genug, habe von einer jetzt guten Freundin beide Elternteile bis zum Tod gepflegt und das hat uns zusammengeschweißt.

Frage: Hattest du einen Familiären Verlust zu beklagen, und wie bist du damit umgegange?
Antwort: Klar mehrere, meine Oma wo ich noch zu klein war. Um es zuverstehen war auch nicht in der Lage auf die Beerdigung zu gehen. Und bei meiner Verwandtschaft von meiner Mutter her, da wars mir egal die waren immer zu mies und hinterlistig von daher klingt zwar hart aber is halt so braucht man die nicht unbedingt bzw ICH brauchte die nicht unbedingt ;)

Frage: Wie denkst du über Selbstmord?
Antwort: Bei vielen Menschen kann ich es verstehen, wenn sie keinen Ausweg mehr sehen und absolut verzweifelt sind. Ich glaube wäre ich 80 Jahre alt und man würde mir sagen ich hätte eine Art von Krebs die man nicht heilen kann nur verlangsamen dann würd ich wohl evtl. auch den weg gehen wer weiß das schon.

Frage: Was hälst du von Sterbehilfe?
Antwort: Bin da gespaltener Meinung. Auf der einen Seite gibt es wirklich Menschen die sich nur noch quälen und vor sich hinvegetieren, wo man wirklich denkt „wer erlöst diesen Menschen jetzt endlich?“ Und andererseits würde man es erlauben würden viel mehr Morde geschehen mit der Ausrede von Sterbehilfe.

Frage: Welches Lied würdest du dir wünschen, welches an deiner Beerdigung gespielt werden soll?
Antwort: Kommt drauf an wie ich sterbe wenn’s beim Unfall ist, dann Simple Plan-untitled.
Oder wenn ich einfach mal so sterbe wegen Krankheit dann von Avril Lavigne-when youre gone oder Slipped away.

Frage: Einige Menschen wünschen sich verbrannt zu werden, wie denkst du darüber?
Antwort: Weiß nicht so kann man wenigstens sicher sein, dass man auch wirklich tot ist ;) aber iwie ist es auch komisch, einen Menschen den man geliebt hat in so eine kleine Urne zu packen, wobei wenn der Leichnam von dem Ungeziefer naja zerlegt wird ist auch keine schöne Vorstellung bin auch da noch nen bissl gespaltener Meinung.

Frage: Wenn du die Chance hättest, einen einzigen Satz zu den Menschen die du hinterlässt zu sagen, wie würde dieser Lauten?
Antwort: Keine Ahnung „hört auf zu heulen, iwann sieht man sich schon wieder“ keine ahnung, wirklich nicht!

Frage: Jetzt die wahrscheinlich am häufigsten gestellte Frage. Hast du Angst vor dem Tod?
Antwort: Hm nö glaube nicht wenn ich gegen nen Baum rassel und direkt tot bin kein problem wenn ich aber erst noch dahin vegetieren muss dann schon.

Frage: Folgendes Szenario: Du stehst vor 2 Schaltern, drückst du den linken sterben 1000 Menschen, drückst du den rechten sterben 1000 Wale. Welchen würdest du drücken?
Antwort: Gar keinen, wasn das für ne scheiß Frage?

Frage: Wenn du die Wahl hättest zwischen einem plötzlichem Tod und einem Vorraussehenden Tod. Was wäre deine Wahl.
Antwort: Vorraussehend, damit es nicht ganz so schwer für meine Eltern und Freunde ist.

Frage: Wenn du dem Tod an sich eine Farbe zuteilen müsstest, ausser Schwarz. Welche wäre das?
Antwort: Blau warum weiß ich nicht, aber nen helles Blau.

Frage: Auch eine sehr beliebte Frage, wenn du noch 1 Woche zu leben hättest. Was würdest du tun?
Antwort: Tja ich würd genau so weiter machen wie jetzt, weil ich weiß das ja nicht ob ich nur noch eine woche zu leben habe, also jeden tag so leben als wäre es der letzte und warum füll ich dann son scheiß hier aus ;)

Frage: Du hast eine tödliche Krankheit. Von wem würdest du am liebsten diese Nachricht mitgeteilt bekommen?
Antwort: Von nem ganz bestimmten Arzt den ich eh nicht mag :D

Frage: Wenn der Tod eine Form hätte, welche wäre das?
Antwort: Rund, warum weiß ich nicht.

Frage: Wo ist für dich der Unterschied zwischen Tod und Sterben. Gibt es den für dich überhaupt?
Antwort: Sterben ist das was vor dem Tod mit dem Körper passiert, die Zeit in der man immer schwächer wird bis man endlich die Augen schließt das wäre dann der Tod.

Frage: Wie würdest du einem 6 jährigen Kind den Tod erklären?
Antwort: Wenn die oma von dem Kind gestorben ist, dann würd ich versuchen dem Kind klar zu machen, dass die Oma zwar jetzt nicht mehr da ist, wo sie sonst immer war, dass es ihr aber jetzt besser geht und sie so lange weiter lebt, wie das Kind an sie denkt oder so.

Frage: Jemand tötet deine/n Sohn/Tochter oder deinen Lebenspartner, nur du kennst den Täter. Du hast freie Hand zu tun was du willst. Wie würde deine Entscheidung ausfallen was mit ihm passiert?
Antwort: Ich glaube der sollte mir nicht zwischen die Finger kommen, weil sonst kann es sein grab schon mal schaufeln!!! Ich weiß selbstjustiz, aber ich wäre in dem Moment so sauer is gar kein Ausdruck, der sollte sich aber aufjedenfall besser vor mir verstecken!!!

Frage: Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist mittlerweile doch schon sehr veraltet. Was ist deiner Meinung nach der Sinn des Todes?
Antwort: Erlösung von dem Leiden das das Leben, welchen Sinn es auch immer hat, beendet.


Als Abschluss des Interviews hast du jetzt nochmal die Chance Jemanden zu grüßen oder etwas zu zitieren. Vielen Dank nochmals für deine Zeit.

Ich grüße gar keinen sieht ja doch keiner :D

Freitag, 12. September 2008

Sarah, 21 Jahre

Dein Vorname: Sarah
Dein Alter: 21
Herkunft: Soest, NRW

Frage: Was ist für dich der Tod?
Antwort: Das Ende eines Lebens in dem Körper.

Frage: Wird in deinem Umfeld eher locker über den Tod geredet oder nicht?
Antwort: Ja, wobei es nicht oft ein Thema ist. Es ist auf jeden Fall kein Tabu-Thema.

Frage: Hast du nähere Erfahrungen mit dem Tod?
Antwort: Meine Hunde sind gestorben.

Frage: Hattest du einen Familiären Verlust zu beklagen, und wie bist du damit umgegangen?
Antwort: Ich zähle mal meine Hunde dazu. Habe viel geweint aber auch viel drüber geredet, bis es irgndwann nicht mehr weh tat.

Frage: Wie denkst du über Selbstmord?
Antwort: Ich denke es ist eine Art Flucht, pure Verzweiflung. Ich persönlich würde mich nicht trauen allem ein Ende zu setzten, da ich immer Hoffnung habe, dass es weiter geht. Abgesehen davon, ist das doch das tolle am Leben, wenns rauf und runter geht und man sich immerwieder neuen HIndernissen stellen muss.

Frage: Was hälst du von Sterbehilfe?
Antwort: Finde ich richtig. Wenn kranke Leute wissen, sie sterben sowieso bald, und wollen nicht weiter leiden, find ich es ok dem ein Ende zu setzten.

Frage: Welches Lied würdest du dir wünschen, welches an deiner Beerdigung gespielt werden soll?
Antwort: Queen - Bohemian Rapsody. Kein trauriges Lied, ich möchte, dass die Leute, die sich von mir verabschieden und trotzdem glücklich sind und nicht trauern.

Frage: Einige Menschen wünschen sich verbrannt zu werden, wie denkst du darüber?
Antwort: Finde ich schrecklich, möchte ich nicht,ich weiß nicht wieso, aber ich finde, dass der Körper ein Teil von einem war, auch wenn dieser dann tot ist, trotzdem würde ich nicht wollen, dass ich irgndwo in einer Urne bin.

Frage: Wenn du die Chance hättest, einen einzigen Satz zu den Menschen die du hinterlässt zu sagen, wie würde dieser Lauten?
Antwort: Danke für alles, wir sehen uns wieder.

Frage: Jetzt die wahrscheinlich am häufigsten gestelle Frage. Hast du Angst vor dem Tod?
Antwort: Ja, weil ich nicht weiß was kommt, das absolute Nichts? Ich bin noch nicht fertig mit meinem Leben, habe meine Ziele noch nicht erreicht. Das möchte ich, deswegen habe ich Angst davor mich frühzeitig verabschieden zu müssen.

Frage: Folgendes Szenario: Du stehst vor 2 Schaltern, drückst du den linken sterben 1000 Menschen, drückst du den Rechten sterben 1000 Wale. Welchen würdest du drücken?
Antwort: Ich würde weglaufen und gar keinen drücken, könnte nicht Gott spielen und über so etwas richten.

Frage: Wenn du die Wahl hättest zwischen einem plötzlichem Tod und einem Vorraussehenden Tod. Was wäre deine Wahl.
Antwort: Der Vorraussehende, denn dann könnte ich noch Sachen erledigen, die mir auf dem Herzen liegen.

Frage: Wenn du dem Tod an sich eine Farbe zuteilen müsstest, ausser Schwarz. Welche wäre das?
Antwort: Hellblau

Frage: Auch eine sehr beliebte Frage, wenn du noch 1 Woche zu leben hättest. Was würdest du tun?
Antwort: In einer Woche könnte ich nicht alles tun was ich noch vorhabe, aber wahrscheinlich würde ich in die Länder reisen, wo ich schon immer mal hin wollte, was recht viele sind. Würde auf einer riesen großen Bühne singen mit nem mega Publikum, mit Freunden anschließend schön einen trinken un dann ruhig einschlafen und sterben.

Frage: Du hast eine tödliche Krankheit. Von wem würdest du am liebsten diese Nachricht mitgeteilt bekommen?
Antwort: Von Jemanden der sich sicher ist, dass ich auch wirklich eine tödliche Krankheit habe.

Frage: Wenn der Tod eine Form hätte, welche wäre das?
Antwort: Ein Kreis

Frage: Wo ist für dich der Unterschied zwischen Tod und Sterben. Gibt es den für dich überhaupt?
Antwort: Sterben ist der Moment und anschließend kommt der Tod.

Frage: Wie würdest du einem 6 jährigen Kind den Tod erklären?
Antwort: Ein tiefer, fester, schöner Traum.

Frage: Jemand tötet deine/n Sohn/Tochter oder deinen Lebenspartner, nur du kennst den Täter. Du hast freie Hand zu tun was du willst. Wie würde deine Entscheidung ausfallen was mit ihm passiert?
Antwort: Ich möchte, dass er genauso leidet wie ich, er soll niemals mehr glücklich sein, aber ich wünsche ihm nicht den Tod, denn dann würde er nicht mehr leiden. Abgesehen davon möchte ich nicht über Leben und Tod richten.

Frage: Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist mittlerweile doch schon sehr veraltet. Was ist deiner Meinung nach der Sinn des Todes?
Antwort: Alles muss irgendwann mal zu Ende gehen, bei Einigen früher, bei Anderen später. Für Manche mag es ein Ziel sein, für andere eine Art Befreiung, für Einige das absolute Ende.